Zollgrün –

Ran an die Kartoffeln!

Zollgrüner Kinderkartenkinder helfen beim Ernten | Mädchen und Jungen erleben tollen Tag in der heimischen Landwirtschaft

„Kuck mal, so eine große Kartoffel!“, rief Tim und präsentierte das Prachtexemplar in Herzform ganz stolz dem Zollgrüner Landwirt Andreas Kemnitzer. Gemeinsam hatten Franziska und Andreas Lemnitzer die Kindergartenkinder zur Kartoffelernte eingeladen. „Wer will den Eltern von Marie und Jamie beim Kartoffeln-Ernten helfen?“ fragte Kindergartenleiterin Heike Schmidt – und alle Kinder riefen „iiiich“ im Chor.

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So ging es 8 Uhr morgens mit einem gemütlichen Frühstück auf dem Feld, nördlich ihres Heimatdorfes, los. Im Anschluss zeigte ihnen Papa und Landwirt Andreas Kemnitzer eine gerade eben aus der Erde gezogene Kartoffelpflanze und erklärte, dass aus einer in den Boden gesteckten Kartoffel vom Frühjahr bis zum Herbst recht viele tolle Knollen wachsen. Nun wollten die Kindergartenkinder noch mehr Kartoffeln sehen und selbst buddeln. Mit ihren kleinen Schaufeln aus dem Sandkasten gingen sie zu Werke und buddelten auch direkt mit den Händen. Als nächstes zeigte ihnen der Landwirt, wie eine Kartoffelschleuder funktioniert. Die Kinder staunten und hatten viel Freude dabei, die vielen Kartoffeln einzusammeln. Als dritte Form der Kartoffel-Ernte präsentierte die Landwirte-Familie den Einsatz einer großen Erntemaschine und die Kinder konnten sehen, wie viele Knollen auf einmal auf dem Förderband und in den großen Körben landen. Schließlich konnten die Kinder in mehren Körben und Säcken über 130 Kilogramm Kartoffeln zusammentragen. Und als der Landwirt die Mädchen und Jungen fragte, was man aus Kartoffeln Leckeres machen könne, kamen die Antworten sofort: Kartoffelbrei, Kartoffelsalat, Pommes.

Von dem etwas anstrengenden Vormittag an der frischen Luft waren die jungen Ernte-Helfer nämlich etwas hungrig geworden. Wie gut, dass die Zollgrüner Dorfgemeinschaft und einige Feuerwehrleute an einem kleinen Lagerfeuer am Feldrand etwas Gutes zu essen machten: Wiener Würstchen aus dem Topf und heiße Kartoffeln, direkt aus dem Feuer gab es, dazu Kartoffelsalat. „Es war ein voller Erfolg. Wir sind Familie Kemnitzer und allen, die unseren Kartoffeltag unterstützt haben, sehr dankbar“, erklärte Corina Schönbach, Geschäftsführerin der Volkssolidarität Regionalverband Oberland e.V.

Die Idee zum Kartoffeltag war in der Elterninitiative zum Erhalt des Kindergartens Zollgrün im August entstanden, als gemeinsam überlegt wurde, wie man den kleinen ländlichen Kindergarten noch attraktiver machen könne. In der bevorstehenden Herbstfestwoche in der Kindertagesstätte “Wirbelwind” in Zollgrün werden die Kartoffeln und viele weitere Früchte des Herbstes und aus dem Erntedank der benachbarten Orte zu köstlichem Essen verarbeitet, erklärte Kita-Leiterin Heike Schmidt.

Franziska und Andreas Kemnitzer bauen seit vier Jahren im heimischen Landwirtschaftsbetrieb Kartoffeln an. Mit den Sorten Lea, Lilly, Adria, Granola, Jule, Marlies und Solist können sie eine große Bandbreite anbieten – von überwiegend festkochend zu fest und mehlig ist alles dabei. In der Ortsmitte von Zollgrün kann man an einer Kasse des Vertrauens rund um die Uhr die Bio-Knollen kaufen.

Brit Wollschläger
Kommunikation
Volkssolidarität Regionalverband Oberland e.V.

Fotos: Brit Wollschläger, Volkssolidarität Regionalverband Oberland e.V.

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