Schulsozialarbeit
An elf Schulen im Oberland des Saale-Orla-Kreises: Schulsozialarbeiterinnen der Volkssolidarität Regionalverband Oberland e.V.

Schulsozialarbeit
Volkssolidarität Regionalverband Oberland e.V.
Schulsozialarbeit stärkt
Sozial- und Lernkompetenzen
Was das Zauberhafte an Schulsozialarbeit ist? – Es ist wichtig ist es, dass Schülerinnen und Schüler lernen, wie man Konflikte löst, wie man Streit gewaltfrei beendet, wie man mit Mobbing und statt dessen respektvoll miteinander umgeht. Schulsozialarbeit stärkt die Sozial- und Lernkompetenzen der Mädchen und Jungen, stärkt die Lern- und Leistungsbereitschaft. Manchmal sind es Probleme in der Familie, Schicksalsschläge oder auch Liebeskummer, die das ganze Leben der Schülerinnen und Schüler beeinflussen. Dann braucht es Jemanden, der den sozialen und individuellen Problemen ihrer Schüler begegnet und als Ansprechpartner zur Verfügung steht: die Schulsozialarbeiter.
Mit einer sozialpädagogischen Ausbildung und entsprechenden Methodenkenntnissen ausgestattet, haben sie eine andere Herangehensweise an die Themen, Gefühle und Bedürfnisse der Schüler und können sich Zeit dafür nehmen.
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Durch Soziales Lernen im Unterricht, Sozialtrainings in Kleingruppen und der Durchführung von themenspezifischen Projekttagen wird gezielt an den sozialen Kompetenzen der Schüler gearbeitet und ein friedliches Miteinander in der Schule gefördert.
Konkret unterstützt wird beispielsweise die Tätigkeit der Schülervertretungen in den Schulen im Oberland des Saale-Orla-Kreises.
Ratgeber für Eltern und Lehrer
Unsere Schulsozialarbeiter sind auch Ansprechpartner für die Eltern, wenn diese es wünschen. Sie sind mit anderen Hilfsangeboten in der Region vernetzt und können bei der Suche nach passenden Ansprechpartnern helfen. Im Saale-Orla-Kreis sind sie beispielsweise im Netzwerk Courage gegen Drogen engagiert. An mehreren Schulen gab es thematische Abende zu Themen wie „Wie erkenne ich, dass mein Kind Drogen nimmt?“
Auch Lehrer können sich beim Schulsozialarbeiter Hilfe holen und bei Problemen im pädagogischen Alltag gemeinsame Strategien ausarbeiten.
Zu den Aufgaben der Schulsozialarbeit gehören:
- Beratung und Einzelfallhilfe
- Sozialpädagogische Gruppenarbeit
- Berufliche Orientierung
- Elternarbeit
- Schulorientierte Gemeinwesenarbeit
- Kooperation mit der Institution Schule
- Moderation und Mediation
- Gewaltprävention
An folgenden Schulen sind die Schulsozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter im Einsatz:
- Grund- und Regelschule Bad Lobenstein, Gymnasium Bad Lobenstein
- Grundschulen Gefell und Moßbach
- Regelschule Remptendorf
- Regelschule und Gymnasium Schleiz
- Gemeinschaftsschule Tanna
- Grundschule und Regelschule Wurzbach
Mitglieder des Teams der Jugend- und Schulsozialarbeiter der Volkssolidarität Regionalverband Oberland e.V.
Die Schülersprecherinnen und Schülersprecher der weiterführenden Schulen im Oberland des Saale-Orla-Kreises treffen sich in jedem Schuljahr zu zwei Schülersprechertagen.
Im Schuljahr 2025/2026 fanden die Schülersprechertage im Oktober zum einen im KJS in Schleiz und zum anderen im Seesport- und Erlebnispädagogischen Zentrum Kloster an der Bleilochtalsperre statt.

Die Demokratiekonferenz 2025 fand am 13. November in der Wisentahalle in Schleiz statt.
Schüler und Jugendliche stellten sich dort in einer interaktiven Ausstellung mit verschiedenen Projekten zum Thema Demokratie vor – darunter Präsentationen und Gestaltungen über bisherige Schülersprecher-Projekte, Vorträge, Künstlerisches.
Eingeladen waren Schülerinnen und Schüler, insbesondere Schülervertreter/Schülersprecher aus dem Saale-Orla-Kreis, Eltern, Lehrer, Jugend- und Schulsozialarbeiter.
Die insgesamt gelungene Veranstaltung hatte mehr als 150 Teilnehmer.
Die Demokratiekonferenz wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Demokratie leben!, das Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie mit dem Landesprogramm Denk Bunt sowie das Landratsamt des Saale-Orla-Kreises und die lokale Partnerschaft für Demokratie im Saale-Orla-Kreis gefördert.
An der Regelschule Johann Wolfgang von Goethe in Schleiz wird die Schülermitbestimmung durch die Schulsozialarbeit unterstützt.
Zur diesjährigen Demokratiekonferenz im November 2025 stellten die Schülersprecherinnen in einer interaktiven Ausstellung vor, wie die Mitbestimmung der Schülerinnen und Schüler an ihrer Schule gelebt wird – tatkräftig unterstützt von der Schulsozialarbeiterin Bärbel Krüger.



Im Rahmen des § 78 SGB VIII wurde im Juni 2019 die AG „Jugendarbeit“ gegründet. In der AG arbeiten Vertreter anerkannter freier Träger, die in den Bereichen der Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit, Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes tätig sind, partnerschaftlich mit dem öffentlicher Träger der Jugendhilfe zusammen.
In der Sitzung der AG vom 27.08.2019 wurde die Rahmenkonzeption Schulsozialarbeit im Saale-Orla-Kreis, die aus dem Jahr 2011 stammte, überarbeitet. Gesetzlich geregelt ist die Schulsozialarbeit in § 13 Abs. 1 SGB VIII in Verbindung mit der jeweils geltenden Thüringer Richtlinie Schulsozialarbeit, in der z. B. die Zuwendungsvoraussetzungen, Berechnungsgrundlage für die Höhe der Zuwendung, Vorgaben zu Personal- und Sachausgaben, Indikatoren für eine Zielerreichungskontrolle festgelegt sind.
Die Vorhaben der Schulsozialarbeit sind Bestandteil der Jugendhilfeplanung. Das zuständige Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport empfiehlt den Landkreisen, einen konzeptionellen Rahmen für die Umsetzung im Territorium festzulegen.
Schulsozialarbeit im Saale-Orla-Kreis ist ein Bestandteil der „Regionalisierten Jugendarbeit“ und neben der Jugendarbeit (§ 11 SGB VIII), Jugendverbandsarbeit (§ 12 SGB VIII) und dem erzieherischen Kinder- und Jugendschutz (§ 14 SGB VIII) im Jugendförderplan des Landkreises verankert. Der Jugendförderplan enthält eine Erhebung des Bestandes von Einrichtungen und Diensten in den einzelnen Planungsfeldern, Aussagen zum Leistungsspektrum und Bedarf sowie eine Maßnahmeplanung. Der gültige Jugendförderplan wurde am 21.06.2018 im Jugendhilfeausschuss beschlossen. Eine Ergänzung erfolgte am 08.11.2018. Die aktuelle Fassung ist unter www.saale-orla-kreis.de Rubrik: Bildung und Jugend à Jugendförderung veröffentlicht.
Schulsozialarbeit als professionelles sozialpädagogisches Angebot ergänzt und unterstützt den Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule. Damit werden Jugendhilfe und Schule in verbindlicher Kooperation im Schulalltag verankert. Schulsozialarbeit dient der Stärkung und Integration junger Menschen in deren Sozialraum.
Schulsozialarbeit soll Schülerinnen und Schülern Hilfestellungen für die Alltagsbewältigung ermöglichen sowie ihre Eigeninitiative fördern. Sie soll außerdem zur Verbesserung der individuellen Chancen von Kindern und Jugendlichen in der Schule und zum besseren Übergang ins Berufsleben beitragen. Schülerinnen und Schüler mit individuellen sozialen Problemlagen sollen in die Schule durch sozialpädagogische Hilfestellungen integriert werden. Dabei leistet Schulsozialarbeit Beratung und Unterstützung der Schülerinnen und Schüler bei Konflikten mit Eltern, Lehrerinnen und Lehrern, Mitschülern, Lernproblemen und anderen persönlichen Fragen, Lehrkräften und Eltern in Erziehungsfragen, in dem sie sozialpädagogische Sicht- und Handlungsweisen in die Schule einbringt. Schulsozialarbeit soll das Sozialverhalten der Schülerinnen und Schüler fördern und zur Entwicklung von Wertevorstellungen anregen. Schulsozialarbeit soll zur Kooperation von Schulen mit ihrem gesellschaftlichen Umfeld beitragen.
